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Nordhessische Katastrophenschützer üben im Taunus

Der Löschzug Schwalm-Eder 10 wurde am vergangenen Dienstag durch einen Voralarm zur Unterstützung in den Hochtaunuskreis angefordert. 

Der Zugführer des Löschzuges Schwalm-Eder 10, Manuel Hoos, von der Feuerwehr Willingshausen-Steina bereitete den Abmarsch vor und konnte die Marschbereitschaft im Zeitplan herstellen. Die Mitglieder des Zuges besetzten die vom Zugführer befohlenen Fahrzeuge und setzten sich pünktlich über die B254 und die BAB5 in Bewegung.

Ankunft in Usingen-Merzhausen um 19:45 Uhr am 24.10.2014. Nach gemeinsamen Abendessen kam der erste Alarm um 21:01 Uhr für den LZ Schwalm-Eder 10. Es galt einen Unfall zwischen einem Bus und einem PKW abzuarbeiten. Bei dem Unfall mussten 8 Personen gerettet und der medizinischen Komponente übergeben werden. Hier wurde technisches Rettungsgerät zielgerecht und effektiv zum Einsatz gebracht.

Gegen 1 Uhr kam der zweite Alarm. Vermutlich Flugzeugabsturz im Bereich Usingen. Nach der Erkundung durch den Zugführer und seinen Assistenten wurde dies bestätigt und schnell die Einsatzschwerpunkte definiert. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort auf einen abgestürzten Hubschrauber, der komplett in Flammen stand. Das Feuer griff auf ein benachbartes Gebäude über. Personen wurden hier aus verrauchten Bereichen gerettet. Als besonders gestaltete sich die Wasserentnahme am Hydranten-Netz. Durch Wartungsarbeiten der Stadt Usingen war der Unterflurhydrant nur sehr schwer zu erreichen und die Retter mussten improvisieren, um Wasser zu entnehmen, damit dieses über eine lange Wegstrecke zur Einsatzstelle befördert werden konnte.

Am Vormittag des 25.10.2014 präsentierten die Übungsleiter das nächste Szenario. Durch zahlreiche Anrufer wurden der Leitfunkstelle Rauchentwicklungen im Bereich Usingen und Eschbach gemeldet. Der Löschzug Schwalm-Eder 10 wurde sofort alarmiert und in Bewegung gesetzt. Der Zugtrupp konnte nach kurzer Zeit in der Gemarkung Eschbach eine sehr starke Rauchentwicklung im Bereich eines Steinbruchs in der dortigen Bunkeranlage ausfindig machen. Als Schwierigkeit hier stellte sich schnell der sehr nasse und aufgeweichte Untergrund heraus. Die Fahrzeuge konnten nur sehr schwergängig zur Einsatzstelle manövriert werden. Als die Taktik gewählt war und die Einsatzziele festgelegt waren, konnte das Feuer im Bunker durch Trupps unter Atemschutz ausfindig gemacht und bekämpft werden.

Die Mitglieder des Katastrophenschutz Zuges konnten während dieser Übung sehr viel an Wissen und Kenntnissen erwerben. Am interessantesten war es für die Einsatzkräfte, Übungen in einem ihnen unbekannten Gebiet zu fahren und dies zu Beginn bei völliger Dunkelheit. Die Einsatzkräfte waren vorher „NICHT“ eingeweiht worden in die jeweiligen Übungslagen. Durch Einsatznachbesprechungen konnten Übungsbeobachter, gestellt durch die Führung der Feuerwehr Willingshausen und die Führungskräfte der Feuerwehr Usingen, stets ihr Feedback und ihre Anmerkungen direkt mit der kompletten Mannschaft besprechen.

Bei allen Einsätzen übte die Freiwillige Feuerwehr Usingen mit einer Führungsgruppe im ELW1 ebenfalls mit und stellte die Technische Einsatzleitung für den Löschzug Schwalm Eder 10. Die Feuerwehr der Gemeinde Willingshausen bedankt sich recht herzlich für die Zeit und vor allem für die Mühe der Vorbereitungen bei der Feuerwehr Usingen.

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Bericht/Foto: Jan-Henrik Ebers

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